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Stedtnitz Staats Ahnen
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PDF Übersicht über die Stammbäume der Eheleute Stedtnitz- Staats Außerdem - soweit bekannt- zu den ältesten Vorfahren Beschreibungen der zeitgenössischen Umstände Bisher : Umland und Burow und Stedtnitz und Kurth
zum Namen Stedtnitz gibt es die Schreibvarianten Stednitz oder Städtnitz, die aber sehr wahrscheinlich alle auf den Ursprungsstamm Staepenitz zurückzuführen sind. Stedtnitz mit "t" ist in Deutschland gebräuchlich geblieben, während sich der US amerikanische Zweig in hauptsächlich Stednitz ohne "t" aber auch Stedtnitz mit "t" geteilt hat.
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Stedtnitz Staats Vorfahren
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Umland
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Älteste bekannte Namensträger des Namens Umland aus Vogelsang Kreis Regenwalde [Quelle : Johannes Stedtnitz]
Die Umlands waren Lehnsleute der Herren von Edling in Stramehl im Kreis Regenwalde. Sie bewirtschafteten seit jeher einen Bauerhof in Vogelsang bei Groß-Raddow im Kreis Regenwalde, dem früher sogenannten Borckenkreis, weil fast alle Güter in diesem Kreis den Herren von Borcke gehörten. Vogelsang, damals noch „Sange“ liegt in etwa 4 Kilometer nordwestlich von Groß-Raddow und etwa 10 Kilometer südlich von Regenwalde und gehört zum Kirchspiel Groß-Raddow (Radowo Wielkie). In Vogelsang lebten damals vier Bauern, u.a. der Freischulze Umland, der Freimann Möde, der Mühlenmeister Bessert, dessen Hof Kleistisches Lehen war und vier Kossäten mit ihren Familien. Die Bauern unterschieden sich von den Kossäten dadurch, dass sich die Bauern als Zugvieh Pferde, die Kossäten nur Ochsen halten konnten. Auch hatten die Dienstkossäten für den Gutsherrn Arbeitsdienste zu leisten. Daneben gab es Pachtkossäten, die einen Teil ihrer Erzeugnisse dem Gutsherrn als Pacht (Gänsepacht, Hühnerpacht, Leinwandpacht) abgeben mussten. Friedrich Umland, Freischulze in Vogelsang, ist geboren im Jahre 1675 und starb im Alter von 83 Jahren am 8.4.1758 in Vogelsang. Im Jahre 1713 kaufte er von dem Hauptmann Ernst Adrian von Borck in Roggow erblich ein halbes Kossätenland für 53 pommersche Gulden, entsprechend im Werte zwei preußischen Talern. In dem zu Steuerzwecken aufgestellten Blankenseeschen Commissionsprotokoll von 1717 ist Friedrich Umland als Bauer und Lehnsmann des Hauptmanns Otto Adrian von Edling in Stramehl mit einem Besitz von 1 3/8 Hufen genannt. Eine Hufe war das uralte Ackerlos, das für eine Familie berechnet und mit einem Gespann zu bestellen war. Die Hufe war je nach Güte des Bodens 20 bis 40 Morgen groß. Die Edelings (auch Edlings) waren ein pommersches Adelsgeschlecht, das von der Mitte des 16. Jahrhunderts an bis Ende des 18. Jahrhunderts in Pommern mehrere Güter an sich gebracht hatte und vorübergehend im 17 Jahrhundert auch in der Uckermark und im 18. Jahrhundert in Westpreußen ansässig war Der Hauptmann Otto Adrian von Edling hatte einen Teil von Stramehl nach dem Vergleich vom 27.10.1714 auf 30 Jahre wiederverkäuflich von Hauptmann Ernst Adrian von Borck, einen anderen Teil 1714 von dem Geheimrat Georg Heinrich von Borck, einen dritten Teil später 1731 von dem Obristenleutnant Melchior Felix von Borck erworben. Friedrich Umland hatte dem Herrn von Edling schon vor 1717 310 Taler geliehen, wofür ihm der sogenannte Schulzenhof in Vogelsang, den er schon als Erbpächter besaß, verpfändet worden war. Im Jahre 1723 tauschten die Herren von Edeling in Stramehl mit den Herren von Borck in Roggow Ländereien aus, darunter auch den Schulzenhof und den Mödenhof in Vogelsang. Beide kaufte der Schulze Friedrich Umland im Jahre 1728 für 1000 pommersche Gulden. Der Verkäufer Obristlieutenant Melchior Felix von Borck behielt sich das Rückkaufrecht nach Ablauf von 30 Jahren vor. Aus diesen in den Grundakten des Gutes Vogelsang noch erhaltenen Kaufvertrag vom 26.9.1728 ist zu ersehen, dass der Schulze Friedrich Umland an den Obristlieutenant von Borck schon einige Jahre vorher gegen Abtretung der Rechte und Gerechtigkeiten an den beiden Höfen 900 Gulden gezahlt hatte. Daneben ist in dem Vertrag erwähnt, dass Friedrich Umland die Höfe „überdies schon erblich“, das heißt als Erbpächter besaß. Auf Grund des Kaufvertrags von 1728 zahlte Friedrich Umland noch 100 Gulden zu den bereits gezahlten 900 Gulden hinzu und erhielt dafür die „Geldpächte, die Jagdpächte, die Jurisdiction über die Höfe und die Bewohner, die Jagdgerechtigkeit auf dem Vogelsangschen Felde und die Weidegerechtigkeit in der Raddower Heide“ übertragen. Durch diesen Vertrag wurde der Schulze Friedrich Umland ein „Freischulze“ und nun der königlichen Lehnskanzlei in Stettin unterstellt. Der gesamte Besitz umfasste damals 3 1/8 Hufen und einschließlich der Holzungen und der Anteile an den gemeinschaftlichen Ländereien, die später dem Gut nach der Teilung zufielen, etwa 800 Morgen oder 200 Hektar. Die Freischulzen besaßen ihre Güter zu unbeschränktem Eigentum. Sie waren stets von Burg und Baudiensten und von allen Naturalabgaben befreit. Andererseits hatten sie die Verpflichtung, das Schulzenamt zu verwalten, erhielten dafür aber keine besondere Vergütung. Die Brüder Umland nutzten ihre Besitzungen in der Weise, dass der Ältere, Friedrich, den Schulzenhof und der Jüngere, Christian, den halben Kossätenhof bewirtschafteten. Die Tochter des Kossäten und Freimanns Christian Umland hieß Friederica. Sie erbte im Jahr 1790 den Kossätenhof im Alter von 15 Jahren und heiratete am 26.04.1798 in Vogelsang den Schneider Johann Gottlieb Staepenitz, der den Kossätenhof übernahm und ihn bis zu seinem Tode am 1.12.1816 behielt. Dann verkaufte Friederica Staepenitz, geb Umland den Hof, heiratete in zweiter Ehe Georg Friedrich Martin Kasten und zog nach Ornshagen bei Regenwalde, wo sie 1848 im Alter von 73 Jahren verstarb. Der letzte Gutsbesitzer des Gutes Vogelsang hieß Johannes Ziemer. Er verlor das Gut durch dem zweiten Weltkrieg
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The oldest bearers of the family name Umland from Vogelsang/County of Regenwalde [Source: Johannes Stedtnitz]
The Umlands have taken ground as fiefdom from the masters of Edling in Stramehl, county of Regenwalde. They cultivated from time immemorial a farm in Vogelsang close to Groß Raddow in the county of Regenwalde, the former called Borckenkreis, called like this because almost everything belonged to the Masters of Borcke. Vogelsang, formerly called “Sange” is located about 4 km north-west of Groß-Raddow [Radowo Wielki] and about 10 kilometres south of Regenwalde and belongs to the church place of Groß-Raddow. At that time lived four farmer families in Vogelsang, among others the Freischulze* Umland and the Freimann** Möde, the mill foreman Bessert –his farm was a fiefdom of Kleist – and four Kossäten with their family. Farmers can be divided from Kossäten, that farmers are allowed to own horses as draft animal, while Kossäten only can use bullocks. Further Kossäten had to do a certain amount of work for the landlord. Besides there have been Pachtkossäten who had to give a part of their production to the Landlord, as for example geese, chicken or linen. Friedrich Umland , Freischulze in Vogelsang, was born in 1675 and died at the age of 83, 8 April 1758 in Vogelsang. In 1713 he bought from the captain Ernst Adrian von Brock in Roggow hereditary the half of a Kossätenground for 53 Pomeranian Gulden, equal to two Prussian Taler. In the for tax reason created “Blankenseeschen Commissionsprotokoll” from 1717 Friedrich Umland is mentioned as farmer and vassal of Captain Otto Adrian von Edling in Stramehl with an estate of 1 3/8 Hide (unit). A Hide is an old unit that counts how much ground one family can till with a horse or bullock team. One hide was – depending on the ground - between 20 to 40 acres big. The Edelings (or Edlings) was an old Pomeranian noble lineage, that owned from the mid of the 16th century until the end of the 18th century several estate in Pomerania, and was domiciled at a time in the 17th century in the Uckermark and later in the 18th in West Prussia. The captain Otto Adrian von Edling has bought a part of Stramehl dated 27.10.1714 for 30 years with a buy back right from Captain Adrian von Borck and a second part 1714 from privy councillor [Geheimrat] Georg Heinrich von Borck and a third part later 1731 from Obristenleutnat (about Lieutenant colonel) Melchior Felix von Borck. Friedrich Umland borrowed the Edling family already before 1717 the amount of 310 Taler. For this amount they bonded him the Schulzenhof in Vogelsang, the farm that he rented earlier. In the year 1723 the masters of Edling in Stramehl and the masters of Borck in Roggow exchanged some ground thereunder the Schulzenhof and the Mödenhof in Vogelsang. Both have been bought by Friedrich Umland in the year 1728 vor 1000 Pommeranian Gulden.The seller, Obristenleutnat Melchior Felix von Borck, asked for the re-buying rights after a period of 30 years. From this in the land register of the farm Vogelsang still existing contract of sale from 26.9.1728 is visible, Friedrich Umland payed to Obristenleutnat Melchior Felix von Borck for both farms already 900 Gulden some years before against abandonment of all rights. Further is mentioned in this contract, that Friedrich Umland the farms owned alredy as fee farmer. As reason of this sell contract of 1728, Friedrich Umland payed another 100 Gulden to the already payed 900 Gulden and got for this the incomes of hunting, jurisdiction and lease of both farms and inhabitants and the shooting rights of the Vogelsang area and the right to browse his animals on the Raddower heathland. By this contract Schulze Friedrich Umland got Freischulze and now under the control of the royal cancelor in Stettin. The whole owned area was now 3 1/8 Hufe and including all forests and shares of the community ground, about 800 Morgen or 200 hectare. The Freischulzen owned their ground without any limitation of rights. They have always been free of the work on the castles and freed of the natural produced taxes (tithe). On the other hand, they had the duty of doing the work of the “Schulze” (mayor) without any additional payment. The brothers Umland used their farms as follows : The older one, Friedrich, worked on the Schulzenhof and the younger one, Christian, half of the Kossätenhof. The daughter of the Kossät and “free man” Christian Umland was called Friederica. She inherited the year 1790 the Kossätenhof at the age of 15 years and married at the 26.4.1798 in Vogelsang the tailor Johann Gottlieb Staepenitz, who overtook the Kossätenhof until his death , 1.12.1816. Than Friederica Staepenitz , born Umland, sold the farm and married in second marriage Georg Friedrich Kasten and moved to Ornshagen close to Regenwalde where she died 1848 at the age of 73. The last owner of the Kossätenhof in Vogelsang was Johannes Ziemer, He lost the farm caused by the second world war.
* independent man, kind of a mayor ** free man with more rights than other habitants
[note : as not nativ speaker and not professional translater you may excuse mistakes. If you find some, do not hesitate to tell me.....] |
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Burow
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Älteste bekannte Namensträger des Namens Burow (zum Stammbaum Stedtnitz) [Quelle : Johannes Stedtnitz]
Eine Familie „Buren“ stammt aus Westfalen. Neben dem schon älteren Geschlecht der Edlen von Buren tritt dort zuerst ein Ministerial Engelbertus de Buren 1197 auf. Von Westfalen wanderte die Familie mit vielen anderen nach Mecklenburg (1240) und von dort nach Rügen, Grimmen und Tribsees. Auch der Familienname Burow ist aber wohl eine Herkunftsbezeichnung. In Pommern gab es zwei Dörfer mit Namen Burow, von denen eine im Kreis Dermin, das andere im Kreis Naugard lag. Dieses Dorf wird schon im Jahre 1269 in einer Urkunde genannt. Auch als Familienbezeichnung ist der Name seit langen Zeiten bekannt. So vermachte Katharina Rubenow, die Frau des Gründers der Greifswalder Universität, in ihrem Testament vom Jahre 1492 ihrer Verwandten Margarete Vustes eine silberne Gewürzdose und ihre große weisse Decke, auf der das Burower Wappen stand. Die Orts- und Familiennamen auf „ow“ sind nicht slawischen Ursprungs. Sie kommen von „au“ oder „Hof“. Im deutschen Mittelalter hieß „ow“ soviel wie „au“. Burow bedeutet also Bauernau oder Bauernhof. Die Burows waren im 14. Jahrhundert Bürger, Senatoren (1379) und Eigentümer in Stralsund und in Dönkvitz. Im Stolper Innungsverzeichnis sind zwei Namensträger Burow aus dem Bäckerhandwerk genannt, nämlich 1622 ein Peter Burow und 1616 ein Carsten Burow. In der Stargarder Innungsliste findet sich 1724 ein Johann Burow aus Naugard. Auch in Stettin lebte im 18. Jahrhundert ein angesehener Kaufmann Georg Burow, der um 1775 als Gutsbesitzer und Besitzer einer Leinen und Wollzeugmanufaktur in Friedensburg bei Podejuch genannt wird. Eine andere Familie Burow lebte in tessin im Kreis Kamin. Urkundlich lässt sich ein Zusammenhang dieser Familie mit dem Stralsunder und Stolper Familien (bislang) nicht nachweisen. Unsere Burows stammen von der Tessiner Familie ab. Tessin ist ein zuerst im Jahre 1299 in einer Urkunde erwähntes Bauerndorf mit einem Gut, 15 Kilometer südwestlich von Kammin, an der Staatsstrasse von Parlowkrug (Gollnow) nach Wollin. Es wurde ursprünglich „Thessemino“ und zuletzt im Gegensatz zu der 1828 entstandenen Kolonie Neutessin nun Alttessin genannt. In Tessin war ein kleines „Ackerwerk“, ein lehnsfreies Allodialgut. Außerdem lebten dort 7 Bauern und 2 Kossäten. Das Dorf gehörte zur Kirche Martentin. Zwei Bauernhöfe in Tessin, die Flemmingsches Lehen waren, gehörte ebenfalls zu Martentin. In Tessin hatte Jochen Burow um 1610 einen Bauerhof. Er war mit Engel Schäfer verheiratet, deren Vater Schulze in Tessin war. Dessen Sohn hieß Erdmann Burow, gleichfalls Bauer in Tessin. Er heiratete Eva Kruse, geboren in Wustermitz, Kreis Kammin. Deren Eltern waren Martin Kruse aus Wustermitz und Frau Eva, geborene Trettin in Weichmühle, Kreis Kammin. Auch das Dorf Wustermitz war eingepfarrt in Martentin. Es bestand aus 8 Vollbauern, 1 Halbbauern und 2 Kossätenhöfen, dem kruge und der Schmiede und lag in einer Talsenke an der Strasse von von Kammin nach Gollnow. Auch Wustermitz war ebenso wie das Dorf Burow, Kreis Naugard, ein Flemming`sches Lehen. Im Dorf Burow war eine Wassermühle. Außerdem lebten dort 6 Vollbauern und 4 Halbbauern. Neben dem Dorf Burow lag das Gut Burow, ein Petersdorf`sches Lehen. Infolge dieser Besitzverhältnisse gehörte das Dorf Burow zum Flemmingschen Kreis und ist erst 1818 zum Kreis Naugard gekommen. Demnach kann wohl angenommen werden, dass die Bauern Burow aus Tessin zunächst in Burow, Kreis Naugard sesshaft waren und als Lehnsleute der Flemmings nach tessin gekommen sind. Aus dieser Familie wanderten verschiedene Mitglieder nach Kammin und nach Frauendorf aus. Die Namen der sieben Vollbauern und der zwei Kossäten in Tessin vom Jahre 1717 sind erhalten geblieben (Staatsarchiv Stettin, Rep.38a. 3.Tit. 9 Nr. 15 vol. 4). Unter Ihnen befanden sich zwei Bauern Burow mit je einer Hefe Land, nämlich Joachim Burow der Ältere und Joachim Burow der Jüngere. Im Jahre 1753 lebte dort ebenfalls ein Joachim Burow, der Jüngere. Ihm wurde am 24. Januar 1753 in Tessin ein Sohn geboren, der wiederum den namen Joachim erhielt. Dieser Sohn erlernte das Bäckerhandwerk und zog in das nahegelegene Städtchen Gülzow, wo er am 23. Oktober 1788 die am 30. März 1771 geborene, also 18 Jahre jüngere, in Gülzow geborene Eleonore Charlotte Louise Trettin heiratete und die Bäckerei seines Schwiegervaters, des drei Jahre zuvor verstorbenen Johann Trettin übernahm. Gülzow ist ein Marktflecken im Kreis Kammin. Es liegt etwa 15-20 Kilometer von Kammin, Naugard und Greifenberg entfernt. Der ursprüngliche Name ist „Goselow“. Er lässt sich auf die slawischen Wörter „goly“ = kahl und „gola“ = kahle Ebene zurückführen und bedeutet „Waldlichtung“. Auf der einen Seite des Ortes befand sich das Gut, Schloß Gülzow genannt, und dicht bei demselben auf einer Anhöhe das dazugehörige bischöfliche Schloss in wenigen Überresten, von einem verfallenen Graben umgeben. Gülzow war in früheren Zeiten Residenz der Bischöfe von Kammin gewesen, und noch der letzte Bischof von Kammin (1637) Ernst Bogislav, Herzog von Croy, residierte oft auf Schloss Gülzow, zuletzt als Statthalter für den Kurfürsten von Brandenburg. Er starb im Jahr 1684. Seitdem gehörte das Gut als Domäne dem Hause Brandenburg bis 1812. In Gülzow lebte im Jahre 1724 der Bäckermeister Martin Trittin, dem am 29.Juli 1724 dort ein Sohn geboren wurde, der den Namen Johann Joachim Trittin erhielt. Johann Joachim Trittin erlernte wie sein Vater das Bäckereihandwerk. Er verheiratete sich am 10.7 1770 im 46. Lebensjahr mit der aus Latzig (Kreis Kammin, vorher Amt Stepenitz, vorher Klostergärten) stammenden Bootsmannstochter Anna Christina Gnirken und übernahm die Bäckerei des Vaters. Gülzow hatte im jahr 1780 nur 359 Einwohner, davon 12 Ackerbürger und die übrigen vorwiegend Handwerker. Johann Joachim Trittin starb am 30.8.1785 in Gülzow im 62. Lebensjahr. Seine am 9.12. 1732 geborene Frau folgte ihm am 21.1.1794 im gleichen Lebensalter. Beider Tochter war die am 30.3.1771 geborene Eleonore Charlotte Trettin, die den Bäckermeister Joachim Burow heiratete.
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Stedtnitz
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Stedtnitz [Quelle : Johannes Stedtnitz]
Während des Siebenjährigen Krieges von 1756 bis 1763 waren auch Truppenbewegungen in der Nähe von Vogelsang. Allerdings blieb Vogelsang wohl unzerstört, weil es abseits der großen Heerstrasse von Regenwalde/Pommern nach Wangerin lag. Trotzdem sind die Kirchenbücher von Vogelsang, die in Groß-Raddow (heute Radowo Wielkie) in der Kirche oder in dem danebenliegenden Pfarrhaus aufbewahrt wurden, bei einem Einfall russischer Truppen verloren gegangen. Groß-Raddow ist das Kirchdorf von Vogelsang an der Strasse von Regenwalde nach Wengerin. Das dazu gehörende Gut besaß in den Jahren 1775-1789 der spätere Feldherr Fürst Blücher.
Um jene Zeit ist auch der Schneider Johann Gottlieb Staepenitz als Geselle nach Vogelsang gekommen. Er arbeitete zunächst bei dem Schneider Friedrich Buss. Wir wissen leider nicht, woher er stammt, denn er hat im Kreis Regenwalde das Schneiderhandwerk nicht erlernt und war in der dortigen Lehrlingsrolle nicht eingetragen. Doch ist sein Name in Pommern nicht unbekannt. Denn am Stettiner Haff gibt es einen Ort mit dem Namen „Stepenitz“ heute: Stepnica, das wiederum seinen Namen von dem an ihm vorbeifließenden Bach gleichen Namens herleitet. (ca. 27 Kilometer nördlich von Stettin) Der Stepenitzbach wird zuerst im Jahr 1269 als Stepnisa erwähnt, Stepnisa kann in etwa mit Steppenfluss übersetzt werden. In diesem Wort ist der Stamm „Step“ als Rest einer germanischen Sprache erhalten und die Endung „nisa“ dürfte sich aus dem slavischen „rjeka“, was Fluss bedeutet, entwickelt haben. Der Flecken Stepenitz wird zuerst im Jahr 1278 genannt, als Herzog Barnim von Pommern den Gottfried von Breslau mit dem Ort belehnt. Auch in der Prignitz gibt es einen Fluss und Ort „Stepenitz“ und in der Nähe von Lübeck eine Bach mit Namen „Stepenitz“. Ähnlich klingende Orts und Flußnamen gibt es auch sonst noch in Pommern. So heißt ein Dorf im Kreis Bütow „Stüdtnitz“ und ein Nebenfluss der Wipper „die Stiednitz“. Staepenitz als Familienname deutet demnach auf die Herkunft der Sippe hin und Johann Gottlieb Staepenitz wird also, wie aus dem Namen zu schließen ist, aus einer der genannten Gegenden gekommen sein. Vogelsang, im Tal des Sangebachs schön gelegen, hieß früher „Sange“. Es hatte durch Parzellierung und Bau einer Schule die Grundbesitzungen im Laufe der Zeit von vier Bauernhöfen auf 10 Grundbesitzungen vermehrt. Der Boden war nur mittelmäßig, jedoch erbrachten die Wiesen eine sehr gute Heuernte.
In Vogelsang sah der im Jahre 1766 geborene Johann Gottlieb Staepenitz die neun Jahre jüngere, am 24.9.1775 in Vogelsang geborene Friederica Umland heranwachsen (siehe Umland) und heiratete sie am 26.4.1798 im Alter von 32 Jahren. Später übernahm er auch den Kossätenhof seines Schwiegervaters und lebte als Kossät, Freimann und Schneider bis zum 1.Dezember 1816. Er starb in Vogelsang im Alter von 50 Jahren an der Schwindsucht und hinterließ seine Witwe, zwei Söhne und drei Töchter. Davon war der das älteste Kind älter als 18 Jahre und das jüngste erst fünf Jahre alt, als der Vater starb. Der Name des ältesten Kindes ist unbekannt, er muß aus einer früheren Ehe des Johann Gottlieb Staepenitz stammen, da er nicht in Vogelsang geboren ist und Johann und Friederica erst 1798 heirateten. Die Töchter hießen Charlotte, Henriette und Johanna, der Sohn Johann Gottlieb Friedrich. |
Stedtnitz [Source : Johannes Stedtnitz about 1920]
During the seven years war from 1756 to 1763 there have been troop movements close to Vogelsang. However Vogelsang remained undestroyed, because it was located apart the big military road from Regenwalde to Wangerin. Anyhow the church books of Vogelsang which have been stored in the Groß-Raddow [Radowo Wielki] church or parsonage have been lost during an attack of Russian troops.
Groß-Raddow [Radowo Wielki] is the church place of Vogelsang, located at the road from Regenwalde to Wengerin. The related manor belonged in the years 1775-1789 the later commander Fürst [Prince] Blücher. At about this time the tailor-journeyman Johann Gottlieb Staepenitz arrived at Vogelsang. He started at first working for the tailor Friedrich Buss. Unfortunately we have no information, where Johann Gottlieb Staepenitz came from, but we know he did not learn his trade in the county of Regenwalde, as he was not written to the local apprentice book. But his name is not unknown in Pomerania. At the Stettiner Haff is a small town called “Stepenitz”, today Stepnica, this again has its name from the brook “Stepenitz”. (about 25-30 km north of Stettin]
The „Stepenitz“ brook is first mentioned in the year 1269 and can be translated roughly with steppe-river.
The word Stepenitz could be explained and may has developed as Step – from Germanic “Steppe” and “nisa” from the Slawic “rjeka”, meaning river.
The small town Stepenitz is first mentioned in the year 1278, when the duke Barnim of Pomerania gave the city as fief for Gottfried von Breslau.
All over the northern part of Germany and Poland we can find cities or rivers with a name “Stepenitz” or very similar to this spelling. For example in the county of Prignitz we have a city and river with this name, close to Lübeck is a brook called “Stepenitz”.
Staepenitz therefore could be the place our Johann Gottlieb came from and the closest place to Vogelsang is today’s Stepnica north of Stettin.
The city of Vogelsang was formerly known as Sange. It had about 10 farms and a school. The farmland was only of average quality but the grassland produced a good amount of hay.
Johann Gottlieb Staepenitz born 1766 met the nine years younger Friederica Umland in Vogelsang and married her April 26 1798 at the age of 32. Later he was owner of his father-in-laws farm, the Kossätenhof, and lived as Kossät [kind of farmer with own farm, but forced to pay parts of his earnings to the landlord], free man and tailor until December 1, 1816. He passed away at the age of 50 years from consumption and left his widow, two sons and three daughters.
His oldest child was already older than 18 and the youngest just 5 when the father died.
The name of his oldest son is unknown, he must be born in an earlier marriage of Johann Gottlieb Staepenitz, because he was not born in Vogelsang and Friederica and Johann Gottlieb married in 1798 in Vogelsang. The names of the daughters are : Charlotte, Henriette and Johanna, the son Johann Gottlieb Friedrich
[note : as not nativ speaker and not professional translater you may excuse mistakes. If you find some, do not hesitate to tell me.....] |
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Kurth
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Die ältesten nachweisbaren Namensträger der Familie Kurth [Quelle : Johannes Stedtnitz]
Die Erforschung der Familie Kurth lässt sich wahrscheinlich noch verbessern. Die Kirchenbücher von Stettin sind nach dem zweiten Weltkrieg in Hannover im Kirchenbuchamt aufbewahrt worden und deshalb gerettet. Die hier erwähnte Familie Kurth wurde in einigen Quellen auch Korth genannt und sie stammt vermutlich aus der Gegend von Stettin oder einer der umliegenden Gemeinden. Für die Erforschung stehen drei weitere Quellen zur Verfügung:
Bei Wehrmann, Geschichte der Stadt Stettin befindet sich eine Karte von Stettin aus dem Jahr 1721 mit Eigentümerverzeichnis. Damals besaßen ein Schlosser Korth das Haus Neutiefs-Strasse 641, ein Hutmacher Korth das Haus 257 am Kohlmarkt und ein Hans Korth das Haus Nr. 29 am Klosterhof. In Augustwalde bei Altdamm lebte eine Familie Chor, Koor, Kurth, die aus dem Amt Alten-Simmern stammte, also aus der Rheinpfalz im Hunsrück und die von Friedrich dem Großen um 1748 in Augustwalde angesiedelt wurden. Angehörige dieser Familie lebten 1945 noch in Augustwalde. Im „Landbuch von Pommern“ sind die sogenannten Kurth’schen Erbpachtmühlen des Domänenamtes Stettin aufgeführt. Es waren: Die Roßmühle am Rossmarkt in Stettin auf dem Grundstück, das zunächst dem Sattlermeister Reuchel, später dem Tischler Lindenberg und schließlich dem Eisenwarenhändler Brause gehörte und die im Jahr 1835 schon nicht mehr existierte.die holländische Windmühle, die 1833 noch auf dem Festungswall an der Westseite der Stadt stand und dem Müller Kurth gehörte.die Grabow’sche Mühle, die 1813 bei einem Ausfall der Belagerten von den Franzosen zerstört wurde. Der Garten an der Windmühle gehörte später einem Rahne. Die Kupfermühle, eine Wassermühle, die nach dem Besitzer Kupfer benannt worden war und im Jahr 1813 zu Grunde ging. Das Grundstück gehörte später dem Vater des berühmten Pommern Carl Ludwig Schleich.die Züllchower Mühle, eine Windmühledie Bollinken’sche Mühle, auf dem Grund und Boden der späteren Ortschaft Buchholz bei Warsow und Zabelsdorf. Es war eine Wasser und Roßmühle, die als Oelmühle mit Oelraffinerie und zwei Kreidereiben betrieben wurde. Die letzten drei genannten Mühlen wurden durch Erbpachtvertrag vom 6.2.1775 von den Kurth’schen Erben veräußert. Im Jahr 1833 war ein Kaufmann Gadewols der Eigentümer.
Unsere Korths hatten Verwandte auf der Lastadie. Es war der Viehmäster, Bürger und Viehalter Gottfried Korth, der seit dem Jahre 1820 die Grundstücke Lastadie 24 und Parnitzstrasse 45 besaß. Dieser im Jahr 1770 geborene Gottfried Korth war vorher Schäfer auf dem Vorwerk Buchholz bei Warsow und wahrscheinlich Onkel, vielleicht aber auch der Vater des im Jahr 1800 geborenen Carl Johann Kurth, dem Vorfahren dieses Stammbaums. Ein Sohn von Gottfried Korth war der Bürger und Viehalter Daniel Heinrich Korth, geboren 1806, gestorben am 1.6.1858 in Stettin. Er war seit 1837 Eigentümer der Grundstücke Große Lastadie Nr. 13 und Parnitzstrasse Nr. 56. Die Schäferei Buchholz bei Warsow (auch Alt-Buchholz genannt) auf der Gottfried Korth Schäfer gewesen war, umfasste 416 Morgen und war ursprünglich mit dem Vorwerk Zabelsdorf verbunden. Sie war im 18. Jahrhundert als Hammelschäferei mit 1700 Hammeln auf einer früheren Buchenholzung angelegt worden. In Alt-Buchholz lebten damals 4 Familien mit 20 Einwohnern, zu denen wahrscheinlich auch unsere Familie Korth gehörte. Sie gehörten zum Kirchenamt Warsow, das früher zur Kirche Frauendorf gehörte. Das später durch Parzellierung entstandene Neu-Buchholz gehörte dagegen zunächst zur Peter-Paul Kirche in Stettin, später aber ebenfalls zur Kirche in Warsow. Es bleibt noch zu klären, wie der mit uns verwandte Viehmäster, Bürger und Viehalter Gottfried Korth und unser Vorfahre Carl Johann Kurth, der im Jahre 1800 geboren ist, miteinander verwandt waren und ob sie aus Alt-Buchholz stammten, wo Gottfried Korth bis 1820 Schäfer gewesen war. Trifft dies zu, dann ist anzunehmen, dass Gottfried Korth oder sein Vater zu den Kurth’schen Erben gehörten, die bis zum Jahre 1775 unter anderem auch die Wasser und Roßmühle (Oelmühle) in Buchholz besaßen. Auf der Lastadie lebten damals noch zwei Familien Korth, mit denen eine Verwandtschaft bisher nicht festgestellt werden konnte. Es sind:der am 26.4.1842 verstorbene frühere Schiffszimmermann, spätere Fuhrherr und Viehalter Johann Gottfried Korth, der im Jahr 1817 die Grundstücke Große Lastadie Nr.2 und Parnitzstrasse Nr. 67 durch Eheschließung mit der Eigentümerin Marie Christine Brüggemann erwarb.der am 16.10.1789 in Stettin geborene, in der Gertrud-Kirche getaufte Johann Carl Ludwig Korth, dessen Vater der Bürger und Bohrschmied Johann Christian Korth und dessen Mutter eine geborene Klempin war.
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