Stedtnitz
Stedtnitz Staats Ahnen
PDF Übersicht über die Stammbäume der Eheleute Stedtnitz- Staats
Außerdem - soweit bekannt- zu den ältesten Vorfahren Beschreibungen der zeitgenössischen Umstände
Bisher : Umland und Burow und Stedtnitz und Kurth
zum Namen Stedtnitz gibt es die Schreibvarianten Stednitz oder Städtnitz, die aber sehr wahrscheinlich alle auf den Ursprungsstamm Staepenitz zurückzuführen sind.
Stedtnitz mit "t" ist in Deutschland gebräuchlich geblieben, während sich der US amerikanische Zweig in hauptsächlich Stednitz ohne "t" aber auch Stedtnitz mit "t" geteilt hat.
Stedtnitz Staats Vorfahren
Umland
Älteste bekannte Namensträger des Namens Umland aus Vogelsang Kreis Regenwalde |
The oldest bearers of the family name Umland from Vogelsang/County of Regenwalde |
Burow
Älteste bekannte Namensträger des Namens Burow (zum Stammbaum Stedtnitz)
[Quelle : Johannes Stedtnitz]
Eine Familie „Buren“ stammt aus Westfalen. Neben dem schon älteren Geschlecht der Edlen von Buren tritt dort zuerst ein Ministerial Engelbertus de Buren 1197 auf. Von Westfalen wanderte die Familie mit vielen anderen nach Mecklenburg (1240) und von dort nach Rügen, Grimmen und Tribsees.
Auch der Familienname Burow ist aber wohl eine Herkunftsbezeichnung. In Pommern gab es zwei Dörfer mit Namen Burow, von denen eine im Kreis Dermin, das andere im Kreis Naugard lag. Dieses Dorf wird schon im Jahre 1269 in einer Urkunde genannt. Auch als Familienbezeichnung ist der Name seit langen Zeiten bekannt. So vermachte Katharina Rubenow, die Frau des Gründers der Greifswalder Universität, in ihrem Testament vom Jahre 1492 ihrer Verwandten Margarete Vustes eine silberne Gewürzdose und ihre große weisse Decke, auf der das Burower Wappen stand.
Die Orts- und Familiennamen auf „ow“ sind nicht slawischen Ursprungs. Sie kommen von „au“ oder „Hof“. Im deutschen Mittelalter hieß „ow“ soviel wie „au“. Burow bedeutet also Bauernau oder Bauernhof.
Die Burows waren im 14. Jahrhundert Bürger, Senatoren (1379) und Eigentümer in Stralsund und in Dönkvitz. Im Stolper Innungsverzeichnis sind zwei Namensträger Burow aus dem Bäckerhandwerk genannt, nämlich 1622 ein Peter Burow und 1616 ein Carsten Burow. In der Stargarder Innungsliste findet sich 1724 ein Johann Burow aus Naugard. Auch in Stettin lebte im 18. Jahrhundert ein angesehener Kaufmann Georg Burow, der um 1775 als Gutsbesitzer und Besitzer einer Leinen und Wollzeugmanufaktur in Friedensburg bei Podejuch genannt wird. Eine andere Familie Burow lebte in tessin im Kreis Kamin. Urkundlich lässt sich ein Zusammenhang dieser Familie mit dem Stralsunder und Stolper Familien (bislang) nicht nachweisen. Unsere Burows stammen von der Tessiner Familie ab.
Tessin ist ein zuerst im Jahre 1299 in einer Urkunde erwähntes Bauerndorf mit einem Gut, 15 Kilometer südwestlich von Kammin, an der Staatsstrasse von Parlowkrug (Gollnow) nach Wollin. Es wurde ursprünglich „Thessemino“ und zuletzt im Gegensatz zu der 1828 entstandenen Kolonie Neutessin nun Alttessin genannt. In Tessin war ein kleines „Ackerwerk“, ein lehnsfreies Allodialgut. Außerdem lebten dort 7 Bauern und 2 Kossäten. Das Dorf gehörte zur Kirche Martentin. Zwei Bauernhöfe in Tessin, die Flemmingsches Lehen waren, gehörte ebenfalls zu Martentin.
In Tessin hatte Jochen Burow um 1610 einen Bauerhof. Er war mit Engel Schäfer verheiratet, deren Vater Schulze in Tessin war. Dessen Sohn hieß Erdmann Burow, gleichfalls Bauer in Tessin. Er heiratete Eva Kruse, geboren in Wustermitz, Kreis Kammin. Deren Eltern waren Martin Kruse aus Wustermitz und Frau Eva, geborene Trettin in Weichmühle, Kreis Kammin. Auch das Dorf Wustermitz war eingepfarrt in Martentin. Es bestand aus 8 Vollbauern, 1 Halbbauern und 2 Kossätenhöfen, dem kruge und der Schmiede und lag in einer Talsenke an der Strasse von von Kammin nach Gollnow. Auch Wustermitz war ebenso wie das Dorf Burow, Kreis Naugard, ein Flemming`sches Lehen. Im Dorf Burow war eine Wassermühle. Außerdem lebten dort 6 Vollbauern und 4 Halbbauern. Neben dem Dorf Burow lag das Gut Burow, ein Petersdorf`sches Lehen. Infolge dieser Besitzverhältnisse gehörte das Dorf Burow zum Flemmingschen Kreis und ist erst 1818 zum Kreis Naugard gekommen. Demnach kann wohl angenommen werden, dass die Bauern Burow aus Tessin zunächst in Burow, Kreis Naugard sesshaft waren und als Lehnsleute der Flemmings nach tessin gekommen sind.
Aus dieser Familie wanderten verschiedene Mitglieder nach Kammin und nach Frauendorf aus.
Die Namen der sieben Vollbauern und der zwei Kossäten in Tessin vom Jahre 1717 sind erhalten geblieben (Staatsarchiv Stettin, Rep.38a. 3.Tit. 9 Nr. 15 vol. 4). Unter Ihnen befanden sich zwei Bauern Burow mit je einer Hefe Land, nämlich Joachim Burow der Ältere und Joachim Burow der Jüngere. Im Jahre 1753 lebte dort ebenfalls ein Joachim Burow, der Jüngere. Ihm wurde am 24. Januar 1753 in Tessin ein Sohn geboren, der wiederum den namen Joachim erhielt. Dieser Sohn erlernte das Bäckerhandwerk und zog in das nahegelegene Städtchen Gülzow, wo er am 23. Oktober 1788 die am 30. März 1771 geborene, also 18 Jahre jüngere, in Gülzow geborene Eleonore Charlotte Louise Trettin heiratete und die Bäckerei seines Schwiegervaters, des drei Jahre zuvor verstorbenen Johann Trettin übernahm.
Gülzow ist ein Marktflecken im Kreis Kammin. Es liegt etwa 15-20 Kilometer von Kammin, Naugard und Greifenberg entfernt. Der ursprüngliche Name ist „Goselow“. Er lässt sich auf die slawischen Wörter „goly“ = kahl und „gola“ = kahle Ebene zurückführen und bedeutet „Waldlichtung“. Auf der einen Seite des Ortes befand sich das Gut, Schloß Gülzow genannt, und dicht bei demselben auf einer Anhöhe das dazugehörige bischöfliche Schloss in wenigen Überresten, von einem verfallenen Graben umgeben.
Gülzow war in früheren Zeiten Residenz der Bischöfe von Kammin gewesen, und noch der letzte Bischof von Kammin (1637) Ernst Bogislav, Herzog von Croy, residierte oft auf Schloss Gülzow, zuletzt als Statthalter für den Kurfürsten von Brandenburg. Er starb im Jahr 1684. Seitdem gehörte das Gut als Domäne dem Hause Brandenburg bis 1812.
In Gülzow lebte im Jahre 1724 der Bäckermeister Martin Trittin, dem am 29.Juli 1724 dort ein Sohn geboren wurde, der den Namen Johann Joachim Trittin erhielt. Johann Joachim Trittin erlernte wie sein Vater das Bäckereihandwerk. Er verheiratete sich am 10.7 1770 im 46. Lebensjahr mit der aus Latzig (Kreis Kammin, vorher Amt Stepenitz, vorher Klostergärten) stammenden Bootsmannstochter Anna Christina Gnirken und übernahm die Bäckerei des Vaters. Gülzow hatte im jahr 1780 nur 359 Einwohner, davon 12 Ackerbürger und die übrigen vorwiegend Handwerker. Johann Joachim Trittin starb am 30.8.1785 in Gülzow im 62. Lebensjahr. Seine am 9.12. 1732 geborene Frau folgte ihm am 21.1.1794 im gleichen Lebensalter. Beider Tochter war die am 30.3.1771 geborene Eleonore Charlotte Trettin, die den Bäckermeister Joachim Burow heiratete.
Stedtnitz
Stedtnitz |
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Kurth
Die ältesten nachweisbaren Namensträger der Familie Kurth
[Quelle : Johannes Stedtnitz]
Die Erforschung der Familie Kurth lässt sich wahrscheinlich noch verbessern. Die Kirchenbücher von Stettin sind nach dem zweiten Weltkrieg in Hannover im Kirchenbuchamt aufbewahrt worden und deshalb gerettet.
Die hier erwähnte Familie Kurth wurde in einigen Quellen auch Korth genannt und sie stammt vermutlich aus der Gegend von Stettin oder einer der umliegenden Gemeinden. Für die Erforschung stehen drei weitere Quellen zur Verfügung:
Bei Wehrmann, Geschichte der Stadt Stettin befindet sich eine Karte von Stettin aus dem Jahr 1721 mit Eigentümerverzeichnis. Damals besaßen ein Schlosser Korth das Haus Neutiefs-Strasse 641, ein Hutmacher Korth das Haus 257 am Kohlmarkt und ein Hans Korth das Haus Nr. 29 am Klosterhof.
In Augustwalde bei Altdamm lebte eine Familie Chor, Koor, Kurth, die aus dem Amt Alten-Simmern stammte, also aus der Rheinpfalz im Hunsrück und die von Friedrich dem Großen um 1748 in Augustwalde angesiedelt wurden. Angehörige dieser Familie lebten 1945 noch in Augustwalde.
Im „Landbuch von Pommern“ sind die sogenannten Kurth’schen Erbpachtmühlen des Domänenamtes Stettin aufgeführt. Es waren:
Die Roßmühle am Rossmarkt in Stettin auf dem Grundstück, das zunächst dem Sattlermeister Reuchel, später dem Tischler Lindenberg und schließlich dem Eisenwarenhändler Brause gehörte und die im Jahr 1835 schon nicht mehr existierte.die holländische Windmühle, die 1833 noch auf dem Festungswall an der Westseite der Stadt stand und dem Müller Kurth gehörte.die Grabow’sche Mühle, die 1813 bei einem Ausfall der Belagerten von den Franzosen zerstört wurde. Der Garten an der Windmühle gehörte später einem Rahne. Die Kupfermühle, eine Wassermühle, die nach dem Besitzer Kupfer benannt worden war und im Jahr 1813 zu Grunde ging. Das Grundstück gehörte später dem Vater des berühmten Pommern Carl Ludwig Schleich.die Züllchower Mühle, eine Windmühledie Bollinken’sche Mühle, auf dem Grund und Boden der späteren Ortschaft Buchholz bei Warsow und Zabelsdorf. Es war eine Wasser und Roßmühle, die als Oelmühle mit Oelraffinerie und zwei Kreidereiben betrieben wurde.
Die letzten drei genannten Mühlen wurden durch Erbpachtvertrag vom 6.2.1775 von den Kurth’schen Erben veräußert. Im Jahr 1833 war ein Kaufmann Gadewols der Eigentümer.
Unsere Korths hatten Verwandte auf der Lastadie. Es war der Viehmäster, Bürger und Viehalter Gottfried Korth, der seit dem Jahre 1820 die Grundstücke Lastadie 24 und Parnitzstrasse 45 besaß. Dieser im Jahr 1770 geborene Gottfried Korth war vorher Schäfer auf dem Vorwerk Buchholz bei Warsow und wahrscheinlich Onkel, vielleicht aber auch der Vater des im Jahr 1800 geborenen Carl Johann Kurth, dem Vorfahren dieses Stammbaums.
Ein Sohn von Gottfried Korth war der Bürger und Viehalter Daniel Heinrich Korth, geboren 1806, gestorben am 1.6.1858 in Stettin. Er war seit 1837 Eigentümer der Grundstücke Große Lastadie Nr. 13 und Parnitzstrasse Nr. 56.
Die Schäferei Buchholz bei Warsow (auch Alt-Buchholz genannt) auf der Gottfried Korth Schäfer gewesen war, umfasste 416 Morgen und war ursprünglich mit dem Vorwerk Zabelsdorf verbunden. Sie war im 18. Jahrhundert als Hammelschäferei mit 1700 Hammeln auf einer früheren Buchenholzung angelegt worden. In Alt-Buchholz lebten damals 4 Familien mit 20 Einwohnern, zu denen wahrscheinlich auch unsere Familie Korth gehörte. Sie gehörten zum Kirchenamt Warsow, das früher zur Kirche Frauendorf gehörte.
Das später durch Parzellierung entstandene Neu-Buchholz gehörte dagegen zunächst zur Peter-Paul Kirche in Stettin, später aber ebenfalls zur Kirche in Warsow.
Es bleibt noch zu klären, wie der mit uns verwandte Viehmäster, Bürger und Viehalter Gottfried Korth und unser Vorfahre Carl Johann Kurth, der im Jahre 1800 geboren ist, miteinander verwandt waren und ob sie aus Alt-Buchholz stammten, wo Gottfried Korth bis 1820 Schäfer gewesen war. Trifft dies zu, dann ist anzunehmen, dass Gottfried Korth oder sein Vater zu den Kurth’schen Erben gehörten, die bis zum Jahre 1775 unter anderem auch die Wasser und Roßmühle (Oelmühle) in Buchholz besaßen.
Auf der Lastadie lebten damals noch zwei Familien Korth, mit denen eine Verwandtschaft bisher nicht festgestellt werden konnte. Es sind:der am 26.4.1842 verstorbene frühere Schiffszimmermann, spätere Fuhrherr und Viehalter Johann Gottfried Korth, der im Jahr 1817 die Grundstücke Große Lastadie Nr.2 und Parnitzstrasse Nr. 67 durch Eheschließung mit der Eigentümerin Marie Christine Brüggemann erwarb.der am 16.10.1789 in Stettin geborene, in der Gertrud-Kirche getaufte Johann Carl Ludwig Korth, dessen Vater der Bürger und Bohrschmied Johann Christian Korth und dessen Mutter eine geborene Klempin war.
